Wir fahren in die Eifel

Das Trimmen ist für mich jetzt sooooo anstrengend.
Da hat Frauchen mich nur soweit getrimmt,
wie es ging. Ich sehe doch auch so gut aus, oder ?

Im Moment ist bei uns zu Hause die Freude groß. Herrchen ist jetzt für ein Jahr zu Hause und wir können öfter verreisen. Ich habe zwar Bedenken, dass ich das alles noch schaffe, denn ich werde bald 11 Jahre alt und mein Herz ist nicht mehr so gut. Jedenfalls habe ich schon manchmal Luftbeschwerden und möchte mich gar nicht mehr trimmen lassen. Mir ist es einfach zu anstrengend, so lange ruhig auf dem Tisch zu stehen.

Mein Herrchen und Frauchen wissen das auch und nehmen viel Rücksicht auf mich. Jedenfalls soll es nun nicht mehr ins Hochgebirge gehen, sondern ins Hügelland, wo ich nicht so viel steigen muss und wir öfter eine Pause einlegen können. Fürs erste haben sich meine Leute die Vulkaneifel ausgesucht, denn dort gibt es einiges zu sehen, wobei wir nicht so anstrengende Wege laufen müssen.

 

Eigentlich gehe ich ja nicht gern ins Wasser, aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden. Frauchen und Herrchen sind über die Brücke gegangen, aber das habe ich nicht geschafft. Ich musste durch den Bach und habe einen nassen Bauch bekommen.

Frauchen hat die Koffer gepackt und wir sind an nächsten Tag nach Oberstadtfeld bei Daun in der Eifel gefahren. Dort haben wir eine schöne Ferienwohnung bezogen, in der wir uns alle 3 sehr wohlfühlen. Das Wetter war zwar nicht immer schön, aber für die Menschen gibt es ja Regensachen und ich habe mein dickes und langes Fell das ich immer wieder trockenschütteln kann.

 

 

Wenn es schönes Wetter ist, gehen wir ein Stück um ein Maar. Das ist ein Kratersee oder ein ausgetrockneter Krater von einem Vulkan. Leider konnten wir keinen Vulkanausbruch beobachten, weil hier schon sehr lange kein aktiver Vulkan zu finden ist. Dazu müssten wir wohl viiiel weiter von zu Hause wegfahren. Aber jedenfalls gefielen uns die Maare, die noch nicht ausgetrocknet sind, am besten. Dort konnte ich am Ufer planschen und meinen starken Durst stillen. Das Wasser schmeckte in jedem See anders aber immer viel besser als das Leitungswasser in Frauchens Flasche. Die Rundwege waren jedoch meist viel zu lang für mich, hier hätte ich mal vor einiger Zeit, als es mir noch richtig gut ging, kommen sollen. Dann hätte ich versucht zu jagen und wäre ganz doll rumgerannt – mal im – mal am Wasser. So haben wir es gemütlich angehen lassen und ich konnte öfter als früher ohne Leine laufen. Das war ja auch was Schönes.

 

Mein Frauchen hat Herrchen mit ihrem Quellentick angesteckt. So sind wir auch öfter zu einer Quelle, die auf unserer Wanderkarte eingezeichnet war, gelaufen oder auch gefahren. Meist war das für mich nicht so interessant wie die Maare. Es waren oft nicht schöne stark laufende Quellen, worin ich hätte planschen können, sondern mehr so Tröpfelquellen, die meist auch noch sauer schmeckten und oft auch noch so prickelnde Kohlensäure enthielt. Das schmeckte mir natürlich gar nicht, iggitiggit, da habe ich doch lieber das Leitungswasser getrunken.

 

Nur einmal habe ich doch eine Überraschung dabei erlebt. Wir sind nach Wallenborn zu einer Quelle namens „Brubbel” gefahren. Dort mussten wir ja Eintritt bezahlen und ich bekam ein Leckerlie von der Kassiererin. Das schmeckte vielleicht toll, viel besser als die von Frauchen. Dann gingen wir in eine kleine Anlage. Sie sah ja ganz gut aus aber für ein richtiges Hundetobchen war es fast zu eng. Außerdem war da so ein kleiner komischer Teich mit Gitter in der Mitte. Was der wohl da zu suchen hatte ? Naja, ich beschäftigte mich lieber mit dem kleinen Fluss, der daneben war. Dort konnte ich herrlich im Wasser am steinigen und mit Gras bewachsenem Ufer spielen. Doch plötzlich kam aus dem Gitter eine große Fontäne herausgespritzt. Das sah aus wie ein großer Springbrunnen. Mein Frauchen meinte, dass sei natürlich so, daß von Zeit zu Zeit so eine Fontäne durch die Kohlensäure in der Quelle aufsteigt. Nach kurzer Zeit hat es sich wieder beruhigt, das Wasser blubberte noch ein wenig nach und der See wurde mit einem kleinen Bach mit dem Fluss verbunden, bis sich alles wieder beruhigt hat.

 

Das hat Frauchen und Herrchen gefallen. Der Springbrunnen, der nur
alle halbe Stunde lief (sie nannten ihn Brubbel) und der Wasserfall.
Naja, ich bin kein Wasserfan, aber ich hab sie gelassen.

Wir sind noch öfter im Wald spazierengegangen und haben weiter Quellen gesucht. Ich durfte meistens ohne Leine laufen, weil ich mein Frauchen davon überzeugt habe, dass ich nun immer direkt bei ihr bleiben werde. Jedenfalls hier im Urlaub.

Das war ein schöner Urlaub für uns drei. Mal sehen, wie es weitergeht.

 

Das hat mir viel besser gefallen. Über die vollkommen zugewachsenen Brücke laufen und durch den Wald zu Frauchen und Herrchen laufen, das ist meine Welt.

 

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