Wir machen Urlaub im Siegerland

Frauchen packt mal wieder Koffer und Reisetaschen. Ich stelle zufrieden fest, dass eine Tasche nach meinem Futter, Spielzeug und Leckerlies riecht. Also darf ich wieder mitfahren, einfach toll. Ob das alle Hunde so gut haben ? Frauchen meint, dass ich besonderes Glück habe.

Nun geht die Fahrt los. Ich springe auf die Rückbank des Autos und mache es mir in meiner Box bequem. So fahre ich am zweitliebsten mit. Am liebsten liege ich vorne im Fußraum auf Frauchens Füßen. Aber wenn wir stundenlang unterwegs sind, möchte das Frauchen nicht. So nehme ich halt hinten Platz. Ist ja auch ganz bequem.

 

Nach stundenlanger Autofahrt und ein paar Pausen, in denen wir alle drei was essen, trinken, uns die Füße vertreten und was man sonst noch erledigen muss, kommen wir endlich an unserem kleinen Ferienhaus „Waldhäuschen” an. Den Schlüssel holen wir bei den Vermietern ab und nun können wir es uns für drei Wochen im Haus alleine bequem machen. Hinter unserem Haus ist eine große Wiese, die von einem kleinen Fluß vom Wald getrennt ist. Diesen Fluß nennen die Menschen „Lahn”. Für mich ist es einfach ein endloses Planschbecken. An einem Abend durfte ich gar nicht auf die Wiese. Dort war nämlich ein Reh, das mich und Frauchen noch lange beobachtet hat, ehe es im Wald verschwand. Ich hätte so gerne mit ihm gespielt, aber Frauchen hielt mich an diesem Abend besonders fest an der Leine. Schade !

Hier haben wir fast 3 Wochen gewohnt.

Herrchen war das Haus erst zu klein, aber diese Einstellung änderte sich im Laufe der ersten Nacht. Am ersten Abend stellt Frauchen fest, daß irgendetwas Energetisches stört. Als wir schlafen gegangen sind, konnte zwar Herrchen einschlafen, aber Frauchen und ich wurden ständig gestört. Es war niemand zu sehen, aber wir spürten jemand im Schlafzimmer. Frauchen bat die Engel um Hilfe und Begleitung des Geistes und schickte ihn mit Hilfe von Reiki in den Himmel. Das klappt meist gut und wir können in Ruhe hier auf der Erde weiterleben, bis der nächste Geist uns begegnet. Wir nennen diesen Vorgang „Energetische Raumreinigung”. Am nächsten Morgen wachten wir alle drei glücklich und zufrieden auf. Auch Herrchen fand nun das Häuschen für unseren gemeinsamen Urlaub gut geeignet.

Nun gingen wir jeden Tag gemeinsam im Wald spazieren. Einmal gingen wir an die Lahnquelle. Dies war jedoch für Herrchen und Frauchen eine kleine Enttäuschung. Es gab offensichtlich gar keine richtige Quelle, wo Wasser aus dem Boden sprudelt und dann als kleines Fließ abläuft, sondern als Lahnquelle wird ein Tümpel hinter einem alten Forsthaus, das als Gasthaus umgebaut ist, verkauft. Aber unterwegs konnte Herrchen die Lahn filmen und ich konnte um ihn hierumplanschen. Mir gefiel es jedenfalls ganz gut.

 

Da waren die Siegquelle und die Ederquelle eher was für Herrchen und Frauchen. Naja, für mich war da zu wenig Wasser, ich konnte aber im Schlamm wühlen.

 

Außerdem gingen wir noch einen Bodenlehrpfad. Dort wurden auf Tafeln die Bodenschichten mit Sumpf usw. erklärt. Außerdem waren noch die Bodenarten in Schächten sichtbar gemacht. Herrchen und Frauchen interessierte das allerdings mehr als mich. Ich schnüffele lieber in der Landschaft und knabbere Gras.

 

Von dort aus geht auch ein Kyrillpfad ab. Dort hat vor ein paar Jahren der Sturm „Kyrill” die Bäume gefällt. Der hiesige Förster hat die Bäume dort liegengelassen und einen Wanderpfad daraus gebaut. Am Weg hat er meist die Bäume angesägt und mit Draht bespannt. So kann jeder besser darüberturnen. Mir wären die Baumstämme komplett mit Rundung noch lieber gewesen. Aber so war es auch für mich ein toller Agilitypfad, den ich gerne jeden Tag gegangen wäre. Da gab es sogar einen Wurzeltunnel für so kleine Hunde, wie mich. Einfach klasse.

 

Ob wir da noch öfter hinfahren – oder vielleicht in die Berge – oder an die See Vögeljagen ? Mal sehen, was ich beim nächsten Urlaub geboten bekomme. Jedenfalls ist dieser Urlaub nun zu Ende und wir sind alle wieder gesund und munter zu Hause angekommen.

 

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