Läufigkeit und Scheinschwangerschaft

Im März 2004 wurde ich zum dritten Mal läufig. Das war vielleicht eine blöde Zeit. Frauchen führte mich nur noch an der Leine aus dem Haus und ich durfte zu keinen anderen Hunden mehr. Die Hündinnen giftete ich nach Frauchens Meinung zu doll an und die Rüden wurden zu aufdringlich. Schließlich soll ich keinen Nachwuchs bekommen, was mir eigentlich gar nicht gefällt. Ein großer Rüde aus der Straße hat uns immer beim Spazierengehen begleitet. Ich mag den Rüden zwar, aber Frauchen hat ihn dann mit einem Stock immer von uns ferngehalten. Der hatte vielleicht davor Angst. Warum wohl? Ich fand es eigentlich toll, daß Frauchen immer so einen großen Stock zum Spielen mitgenommen hat. Unterwegs bin ich dann immer nach dem Stock gesprungen, habe ihn aber nur im Garten zum Knabbern bekommen.

Hoffentlich darf ich bald aufstehen.

Bis Ende Mai 2004 habe ich dann doch gehofft, dass ich Nachwuchs bekommen werde. Ich bin dann nicht mehr so oft und so hoch gesprungen und auch nicht mehr so viel gerannt. Immer langsamer wurden die Spaziergänge mit mir. Dann merkte ich doch, dass das alles keinen Sinn hat. Als Ersatz für die nicht vorhandenen Kinder habe ich mir dann halt 2 Quietschtiere ins Körbchen geholt und die saubergeleckt. Mein Gesäuge begann dicker zu werden. Deshalb holte mein Frauchen eine Kühlsalbe von unserer Tierärztin und Essigsaure Tonerde aus der Apotheke. Die Essigsaure Tonerde hat Frauchen dann mit Wasser verdünnt und mir mit einem alten Waschlappen kühle Umschläge an meinem Gesäuge gemacht. Dazu legte Frauchen eine Plastikdecke und ein Badetuch auf einen Sessel. Darauf musste ich dann auf dem Rücken stillliegen bleiben, damit der Waschlappen auf meinem Bauch liegenblieb. Das hielt ich schließlich immer länger durch. Anschließend bekam ich noch die Zitzen mit der Kühlsalbe eingeschmiert. Das alles wollte ich natürlich immer ablecken. Schließlich muss ich mich ja sauberhalten. Frauchen war aber damit gar nicht einverstanden und zog mir schließlich so einen komischen Body für Babys an, den sie an meinem Schwanz mit so selbstgebastelten Hosenträgern festhielt. So ein Mist, damit konnte ich mich nicht einmal mehr putzen. Aber als Entschädigung durfte ich oft mit Frauchen die Gegend erkunden, damit ich auf andere Gedanken kommen sollte. Leider war das dann so nach 2 Wochen schon vorbei.

 

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